
Level zwei
Foto: Zug der S1 auf dem Toggelilochviadukt Düdingen
Copyright T. Dähler; Publikation von BLS AG genehmigt
Der Eisenbahner Martin Haller gerät in eine politische Intrige um den Netzausbau. Loyalitätskonflikte und eine neue Beziehung stellen ihn vor existenzielle Fragen.
In raschen Szenen- und Perspektivwechseln verzwirnen sich Handlungsstränge, entwickeln sich Geschichten um unterschiedliche Charaktere, ihre Beziehungen und Fragen der 'Alltagsethik'. Mit jeder Antwort stellen sich neue Fragen: Life 4.0 zwischen Aare und Saane. Bahn und Blog. Gen Z und X. ETCS Level 2 ist ein System der modernen Eisenbahn. Aber der Titel ist Programm. Symbolisch.
2026 diskutiert die Schweizer Politik über den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Weiss Haller mehr darüber als Professor Weidmann?​​
Topaktuell!
Do you speak... schweizerisch?
'Level zwei' ist ein gepflegter deutscher Text mit helvetischem Stallgeruch. Dazu gehören träfe Mundartausdrücke. Selten, aber: Pädäng!
Methode und Chronologie
Die Idee zu einem Roman, in dem die Eisenbahn eine Rolle spielt und ich meine Erlebnisse und Erfahrungen als ehemaliger Mitarbeiter der SBB einfliessen lassen kann, hatte ich schon 2022. Einfach? Schwierig! Darum widmete ich mich im Erstling 'Katzenhiebe, Katzenliebe' (nicht publiziert) einer anderen Geschichte und begann erst ein knappes Jahr später, im Januar 2023, mir 'Level zwei'. Da war auch schon klar, das Thema Coronakrise - als Rückschau - gleichzeitig zu behandeln.
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​Mitte Juni 2023: Version 0 fertig. Unterbruch; Arbeit an 'Destination Dreamworld'
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Anfang Februar bis Mitte Mai 2024: Version 1.0; weitgehend neu geschrieben
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Mitte August 2024: Version 1.1. Fertigstellung 'Destination Dreamworld'
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Anfang März 2025 bis Anfang Juli 2025: Version 2.0
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Mitte September 2025: Version 2.1
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Anfang November 2025: Version 2.2
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Mitte Dezember 2025: Version 2.3 (Fokus auf Thematik Eisenbahn)
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Ende Dezember 2025: Version 2.4
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Mitte Januar 2026: Version 2.5; erster Upload, Korrekturen anhand Testexemplar
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Mitte Februar 2026: Version 2.6; zweiter Upload
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4.3.2026: Publikation Version 2.7 auf tredition.com
In den ersten zwei bis drei Versionen meiner Romane entwickeln sich Figuren und Handlung. In der Folge straffe ich den Text, entferne Episoden, die wenig zur Handlung beitragen und kürze, kürze, kürze:
Version 0: 207'000 Wörter
Version 1: 117'000 Wörter
Version 2.0: 111'600 Wörter
Version 2.7: 101'000 Wörter
'Level zwei' habe ich quasi zwei Mal geschrieben. Version 1.0 gründete auf den gleichen Hauptfiguren und Handlungssträngen, und ich habe einzelne gut geratene Passagen übernommen. Ab Version 2.0 widmete ich mich den Details und der Sprache - präzisieren und 'ausmalen' von Bildern, suchen nach dem besten Ausdruck, eliminieren unbeabsichtigter Wiederholungen und Schaffung einer stilistischen Einheit. Kapitel wurden zusammengelegt, längere Dialoge zu einem Abschnitt in der Rückschau verkürzt, langatmige Geschehnisse mit Perspektivwechseln unterteilt. Dabei musste ich immer wieder Unstimmigkeiten im Zusammenhang der politischen Intrige entdecken und korrigieren.
Als Selbstverleger muss ich besonders selbstkritisch arbeiten. Meine Aussagen zum Netzausbau sind brisant, meine Liebesgeschichten samt erotischem Touch gewagt. Dosieren ist angesagt, nicht Selbstzensur. Ich gebe zu: Es macht mir Spass, mehrmals dieselbe Geschichte durchzuarbeiten. Dabei wachsen mir die Personen immer mehr ans Herz, obschon auch Sympathieträger nach und nach auch weniger erfreuliche Charaktereigenschaften entwickeln. Ich will Menschen schaffen, keine Märchenfiguren.
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Meine Leserinnen und Leser
Level zwei ist ein Buch für alle ab 14-16 Jahren. Dank zahlreichen Perspektivwechseln fühlen sich Männer wie Frauen und Menschen aller Altersgruppen angesprochen. Umfang und Vielfalt der Themen bedingen allerdings die Bereitschaft, sich länger als einen Abend mit der Lektüre zu beschäftigen.
Heftige Aussagen und Widersprüche. Situationen jenseits der Klischees und Normen. Unverpixelte Erotik. Rückblenden. Angeregte Fachdiskussionen: Meine Bücher schaffen Spannung, stellen Ansprüche und unterhalten. Wer die Welt von heute, Ernsthaftigkeit mit einigen Prisen Humor und subtil gezeichnete Charaktere mag, wird Level zwei gerne lesen. Junge Erwachsen fühlen sich in vielen geschilderten Situationen ebenso heimisch wie Menschen in der Midlife-Crisis.
Nur wer mit dem Mahnfinger belehrt werden möchte oder sich bei ungeschminkten Emotionen – positive, negative, erotische – unwohl fühlt, wird besser ein anderes Buch wählen.
Do you speak... schweizerisch?
Ich bin Schweizer. Kein Grund, stolz zu sein, aber eine Liebeserklärung ist es doch. Dass uns vor dem Nationalismus graust, ist kein Grund, seine eigenen Wurzeln gering zu schätzen. Darum schreibe ich schweizerisch. In deutscher Sprache, aber über unsere Welt. Sie ist anders als Deutschland. Anders als Österreich.
Das Schweizerische sieht nicht aus, es fühlt sich an. Es riecht - manchmal nach feuchtem Waldboden, recht häufig nach Bschütti. Pardon, Jauche. Und vor allem: Es tönt! Chert's nech im lingge Zeie? Den Ausdruck haben meine Eltern und Grosseltern verwendet, und ich habe ihm in Kapitel 102 ein Denkmal gesetzt. Heimlifeiss. Zmitt's a Gring. Gopt, i ha mi verschnurret!
Als Textmensch ist es mir ein Anliegen, verständlich und korrekt zu schreiben. Aber auch farbig. Authentisch. Musikalisch. Originell. Darum durchbreche ich die heiligen Regeln des Duden mit Helvetismen und einer kleinen Prise Mundart. Prise? Genau: Als Würze zum Abschmecken. Als Marker. Ich bin überzeugt, meine Leserinnen und Leser aus anderen Sprachregionen werden trotzdem spüren, ahnen, was ich sagen will. Zur Sicherheit findet ihr hier ein Glossar.
Viel mehr als Eisenbahn
2022. Die Schweiz erholt sich vom Schock der Coronapandemie, und die Politik zankt um den Ausbau des Schweizer Bahnnetzes. Martin Haller arbeitet seit 36 Jahren für die SBB, begeistert von der Eisenbahn, aber etwas frustriert. Auch im Privatleben: Seine Beziehung zu Muriel Keller, Kaderfrau im Bundesamt für Verkehr, steckt in der Sackgasse. Da kontaktiert ihn ein Journalist, der aus dem Hickhack um Neubaustrecken, Milliarden und Lokalpolitik eine Story zimmern möchte. Darf Martin ihn dabei unterstützen? Eine wüste Intrige bahnt sich an. Muriels berufliche Existenz ist bedroht: Haller muss seiner Ex aus der Patsche helfen. Aber nicht nur ihr.
Die YouTuberin Julia, 18 Jahre alt und traumatisiert von der eben überwundenen Coronakrise, bloggt und streitet sich zurück ins Leben. Haller soll sie bei der Maturarbeit coachen, gerät dabei aber in einen schlimmen Familienkrach. Im Widerstreit zwischen Gefühlen, Moral, Vorurteilen und Beschützerinstinkten stolpert er in eine unmögliche neue Beziehung. Aber Haller hat Nerven, schrägen Humor und ist intelligent. Manchmal mutig, manchmal kreativ, manchmal passiv, stellt er sich den zahlreichen Versuchungen und Konflikten. Idealismus, Liebe, Erpressung und ganz gewöhnlicher Wahnsinn des Alltags: Zwischen Bern und Düdingen, Geschäftsterminen und Geheimtreffen, Blues und Stress kommt keine Langeweile auf.
ETCS Level 2? Ein System der modernen digitalen Eisenbahn. Leserinnen und Leser erfahren nebenbei einiges über Schienenwelt und öV-Politik in der Schweiz. Personen und Situationen sind Fiktion, die Fakten echt und die Geschehnisse plausibel. Viele unterschiedliche Charaktere prägen die Handlung: Manchmal liebenswert, manchmal schrullig, manchmal nervig oder quadrateklig. Sie sorgen für rasche Perspektivwechsel und einen bunten Strauss an Ansichten und Meinungen zum Überlebenskampf im 21. Jahrhundert. Sogar Katzenliebhaber kommen - ein wenig - auf ihre Rechnung: Mikesch, Maries Kater, sorgt immer wieder für gute Laune.
Level zwei? Mindestens. Der Titel ist Programm. Viel eher symbolisch als technisch.​
Rösti, Weidmann und Haller
​2026 ist das Thema 'Netzausbau' so aktuell wie noch selten.
Anders gesagt: Es passiert gerade, was Level zwei fiktional behandelt: Ein Seilziehen um Projekte, Regionalpolitik und Finanzierung.
Was ist anders als 2022? Aus dem Ausbauschritt 2035/40 ist ein Planungshorizont 2045 geworden, und der Finanzbedarf wird mit 24 statt 14 Milliarden prognostiziert: Andernfalls seien die Ziele nicht erreichbar. Die Begründung bleibt nebulös: Welche Ziele? Hintergrund ist tatsächlich der in 'Level zwei' prominent behandelte Verzicht auf die WAKO. Mit andern Worten: Wie im Roman erwähnt, müsste die Infrastruktur vor allem zwischen Fribourg und Lausanne massiv ausgebaut werden, um die Fahrzeit Bern-Lausanne auf unter 60 Minuten zu drücken. Ähnliches gilt für Winterthur-St. Gallen. Wie diese Ziele mit 'nur' 10 zusätzlichen Milliarden erreicht werden sollen, ist auch Martin Haller ein Rätsel...
Zweitens hat das Stimmvolk unerwartet eine Vorlage zum Ausbau des Nationalstrassennetzes abgelehnt. Damit steht das UVEK - vorab Bundesrat Rösti - am zwei Fronten mit dem Rücken zur Wand. Aus diesem Grund wurde ETH-Professor Weidmann beauftragt, eine Studie 'Verkehr 2045' zu verfassen.
Herr Weidmann hat leider nur die bereits identifizierten, meist von politischen Lobbies portierten Projekte bewertet und priorisiert. Die Antwort auf die Frage, welche 'Bahn 2045' wir mit der Variante 24 Mia bekommen, bleibt er uns schuldig​. Die lokalpolitisch dominierte Diskussion geht damit einfach in die nächste Runde. Das Paket wäre mit dem bestehenden BIF sowieso nicht finanzierbar. Ob und wie die Mittel aufstockt werden sollen, ist noch völlig offen.
Journalist Gerber behält somit recht. Sackgasse. Anfang 2026 lesen wir über Sinn und Unsinn eines Grimseltunnels oder die neue Bescheidenheit der Basler, die auf das 'Herzstück' verzichten und 'nur' noch eine unterirdische Durchmesserlinie für 10 Milliarden fordern. Dass wir die Verkehrsträger Strasse und Schiene entsprechend ihren Stärken fördern und nutzen sollen, bleibt Worthülse. Und niemand stellt die Rollen und Kompetenzen von Politik, Bundesamt und Bahnen in Frage, obschon die geltenden Spielregeln offensichtlich versagt haben.
Zukunft vs. More of the Same und Business as usual. Haller weiss: Weitblick kennt kein Kochrezept. Die Geschichte von 'Level zwei' geht weiter. Und bleibt topaktuell.
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Passende Blogbeiträge:​​​​
Level zwei haben!
Ich freue mich über jede Leserin und jeden Leser!
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